
Unfallgutachten an Zweirädern
Warum ist das so heikel?
Bei Beschädigungen an Krafträdern, insbesondere bei Unfallhergängen, welche den Vorderbau mit Achse, Gabel, Gabelbrücken und Lenker samt Lenkkopf betreffen, sind Schäden wie Haarrisse oder leichter Verzug nicht auszuschließen, jedoch bei Besichtigung oftmals nicht zu erkennen, geschweigedenn fotografisch zu dokumentieren.
Die Feststellung solcher Schäden kann nur mittels Röntgenverfahren oder komplizierten und teuren Rahmen- oder Steuerkopfvermessungen durchgeführt werden.
Aus diesem Grund und vor Allem im Zuge der persönlichen, der allgemeinen und der Verkerhssicherheit sind solche Komponenten, wenn es durch den den Schadenhergang sinnhaft und plausibel erklärt werden kann, im Zweifel zu ersetzen.
Durch den konstruktionsbedingten Aufbau eines Kraftrads, insbesondere im Bereich des Vorderbaus oder im Bereich der Hinterradschwinge kommt es bei Unfällen oder Beschädigungen zu Hebelwirkungen, die zu Verformungen oder Rissen an Rahmenköpfen, Gabelbrücken oder Lagern führen können.
Schon kleinste Risse, sogenannte Haarrisse oder leichte Verformungen an Gabelbrücken, Stand- und Tauchrohren oder dem Steuerkopf bzw. auch der Hinterradschwinge, können zu gefährlichen weiteren Unfällen führen oder die sichere Funktion des Kraftrads, wie zum Bsp. den Geradeauslauf beeinträchtigen, den Verschleiß erhöhen oder das Kraftrad gänzlich unbrauchbar machen.
Was bedeutet das für die Abwicklung eines Schadens an einem Zweirad?
Als Sachverständiger bin ich stets auf die höchstmögliche Sicherheit bedacht.
Gerade bei Schäden an Zweirädern ist eine Instandsetzung oft nicht sinnvoll oder technisch bzw. wirtschaftlich durchführbar.
Meine Aufgabe besteht direkt vorab darin, das Fahrzeug einzuschätzen.
Besonders bei hochpreisigen Motorrädern kann es möglich sein, eine Reparatur durchzuführen und das Fahrzeug weiter zu nutzen. Vorab sollte aber Grundlegend der Rahmen sowie der Vorderbau durch eine Vermessung überprüft werden.
Bei älteren gebrauchten Motorrädern oder günstigeren Motorräder, egal ob recht alt oder verhältnismäßig jung, sprengen solche Verfahren und daraus resultierende Instandsetzungs-Arbeiten jedoch schon vorab den wirtschaftlichen Rahmen, sodass solche Fahrzeuge aus Gründen der Wirtschaftlichkeit im Vorhinein besser als Totalschäden abgerechnet werden sollten.
So fährt auch das schlechte Bauchgefühl nicht ständig mit.
Als leidenschaftlicher Motorradfahrer versuche ich euch stets in dieser Situation mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.



